Fit für New Work und Digitalisierung

08.01.2018 von Frank Ahlrichs

Die Digitalisierung unserer Wirtschaft und darüber hinaus aller Lebensbereiche schreitet mit großen Schritten voran.

Digitalisierung bedeutet primär, über möglichst viele Dinge, Vorgänge und Zustände Informationen zu bekommen. Wenn diese Informationen digital vorliegen, können sie elektronisch verarbeitet werden.

Dafür ist eine Vielzahl von Sensoren und Algorithmen erforderlich. Solche, die alle denkbaren Betriebszustände unserer Maschinen im Einsatz bei unseren Kunden erfassen, aber auch alle Geschäftsabläufe im Detail transparent machen, Gesundheitszustände und Aufenthaltsorte von Menschen erfassen, Verkehrssituationen, Kommunikation und vieles weitere zuverlässig erfassen und speichern.

Wenn wir über alles und jedes digitale Informationen haben, entstehen riesige Datenmengen (Big Data). Diese sind die Grundlage für maschinelles Lernen, das hin führt zur künstlichen Intelligenz und Grundlage für diverse persönliche Assistenzsysteme, die die Menschen besser kennen als sie selbst. Unsere Kunden werden in ihrem Verhalten vorhersehbar, viele technische Probleme können frühzeitig erkannt und gelöst werden. Managemententscheidungen können damit besser unterstützt oder sogar autonom getroffen werden.

Digitalisierung schafft die Voraussetzungen für umfassende Vernetzung. Kommunikation verändert sich damit (z.B. soziale Netzwerke), individuelle Entscheidungen werden zunehmend auf der Basis von Empfehlungen getroffen. Empfehlungsplattformen helfen dabei, z.B. für Reisen (TripAdvisor), Arbeitgeber (Kununu), Ärzte (Jameda), etc. Kaufentscheidungen basieren zunehmend auf einer nachvollziehbaren Customer Journey. Wer diese kennt und beeinflussen kann, kann erfolgreicher sein als der Wettbewerb.
Vernetzung bezieht sich zudem auf die Kooperation mit allen Stakeholdern über die gesamte Wertschöpfungskette.
Die Vernetzung von allem mit allem bildet das Internet of Things.

Digitalisierung und Vernetzung schaffen die Voraussetzung für ungeahnte Möglichkeiten der Automatisierung und damit Rationalisierung.

 

Auch kleinste Unternehmen haben die Chance, ihr digitales Geschäft aufzubauen und auszuweiten.

 

So nimmt z.B. der Musiklehrer seinen Unterricht auf Video auf und bietet diesen über Videoportale und seine Website an; so kann er gleichzeitig viele Schüler haben, vervielfacht sein Geschäftsvolumen und wird unabhängig von Ort und Zeit des Lernens. So entstehen ganz neue (Vertriebs-) Prozesse und sogar neue Geschäfte.

 

Die Digitalisierung bietet also viele Aktionsmöglichkeiten. Die technischen Möglichkeiten bringen den Vorreitern große Chancen. Die anderen haben das Nachsehen, weil dem Vorreiter die Kunden zuströmen.

 

Oder Sie warten ab und beobachten. Wer zunächst abwartet, reduziert seine Chancen und seine Risiken gleichermaßen. Wer aber zu lange abwartet, wird den Anschluss verlieren und muss mit dem leben, was die anderen geschaffen haben. Es erhöht sich schrittweise die Notwendigkeit für Reaktionen und es entsteht irgendwann die Bedrohung für Ihr gesamtes Geschäft.

 

 

 

Vorreiter und Nachfolger bei technischen Neuerungen gab es schon immer. Der gravierende Unterschied bei der digitalen Transformation ist, dass diese Entwicklung dermaßen schnell dermaßen viele neue technische Möglichkeiten schafft, dass in Wirtschaft und Gesellschaft kein Stein mehr auf dem anderen bleiben wird. Auch große, etablierte Unternehmen sind von sogenannten ‚disruptiven‘ Veränderungen betroffen, also solchen Veränderungen, wie sie der Sprung von der analogen zur digitalen Fotografie oder vom Handy zum Smartphone waren. Den betroffenen Unternehmen wird die Existenzgrundlage entzogen.

 

Also: Sie sollten die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung kennen und die innovativen Chancen nutzen, die darin stecken. Dann bestimmen Sie aktiv, wohin sich Ihr Unternehmen entwickelt.
In drei Schritten machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Herausforderungen der Digitalisierung:

 

 1. Änderungsbedarf ermitteln

 2. Ziel und Lösungsrichtung finden

 3. Lösung erarbeiten und umsetzen

 

Der erste Schritt ist also die Identifikation des Handlungsbedarfs. Welchen Bedarf gibt es konkret in Ihrem Unternehmen?

 

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